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End of Life: Support für Microsofts Office Online Server endet zum Jahreswechsel

Überraschen darf die Nachricht niemanden mehr: Vor fast einem Jahr kündigte Microsoft das Ende seines Office Online Servers (OOS) an. Ab Jahresbeginn 2027 werde es keine Bugfixes, Sicherheitsupdates oder technischen Support mehr geben, lautet die offizielle Ankündigung. Schuld sei, wie so oft, die „Modernisierung der Software“, die es nötig mache, auf „unterstützte Optionen“ umzusteigen, also Microsoft 365.

Dennoch hat der Schritt Konsequenzen, oft auch für Mittelständler: Wieder einmal zwingt ein US-Konzern seine Kunden in die Cloud, wieder einmal zeigt sich, wie falsch die Entscheidung sein kann, sich auf proprietäre Software eines Konzerns zu verlassen, denn eine Wahl haben die Benutzer kaum – zumindest wenn es nach Redmond geht, bleibt nur der Weg in die Microsoft-Cloud.

Office Online Server erlaubte „Offline-Betrieb“ von Microsoft 365

Dabei war das ja nie der Wunsch der Kunden: Office Online Server ist ein Microsoft-Produkt, das browserbasierte Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote gerade für lokale Umgebungen bereitstellt, quasi eine abgespeckte Offline-Variante von Microsoft 365.

Es ermöglicht Benutzern, Office-Dateien über Webanwendungen anzuzeigen und zu bearbeiten, die in andere (lokale oder Cloud-)Dienste wie SharePoint und Exchange integriert sind.

Lokal, sicher, … und abgekündigt

Im Prinzip versprach OOS so etwas wie eine lokale, sichere und datenschutztechnisch sauberere Variante von Microsoft 365, weshalb es auch Open-Source-Anbieter wie OwnCloud in ihre Produkte integrierten. Mit dem OOS stellte Microsoft die Funktionalität von Microsoft 365 auch für Kunden bereit, die mehr Wert auf digitale Souveränität legten oder legen mussten. Damit ist jetzt Schluss.

Die Methode ist nicht neu und von anderen Herstellern bekannt. Auch Atlassian, Marktführer bei Wissensmanagementsoftware, hatte vor wenigen Jahren mit vergleichbaren Schritten und massiven Preiserhöhungen begonnen. Dabei muss niemand den Schritt mitgehen, in vielen Fällen bieten sich Open-Source-Produkte für den Umstieg an.

Im Falle von Atlassians Confluence kann die IT-Works auf die neue Partnerschaft mit der Regensburger HalloWelt! verweisen, die mit ihrem Wissensmanagement „BlueSpice“ einen vollwertigen Ersatz inklusive Migrationsassistenten bieten.

Auch für OOS muss niemand den vorgezeichneten Weg in die Microsoft-Cloud gehen. Aus der Open-Source-Welt haben sich längst Alternativen bewährt, die auf Windows, Linux und im Web gleichermaßen laufen: LibreOffice/Collabora Online und OnlyOffice sind die bekanntesten davon. Alle drei kommen mit Microsoft-Dokumenten klar und beherrschen zugleich das ODT-Format, das sowohl der deutsche Staat als auch die EU bevorzugen, wohl nicht ganz zufällig.

Eingebettet werden diese Editoren in der Regel in eine Plattform wie Seafile, Nextcloud oder OwnCloud. Erst im Zusammenspiel entsteht eine Funktionalität, die der von OOS in Microsofts Sharepoint erstaunlich nahekommt, nur eben datenschutzkonform und im Einklang mit europäischen Regelungen statt trotz ihnen.

Eine Alternative dazu bietet der CoreBiz Secure File Exchange: Collabora Online ist hier bereits fest integriert, wer also nicht selbst Plattform und Office-Lösung zusammenstellen möchte, erhält beides direkt aus einer Hand. IT-Sicherheit, Unabhängigkeit und digitale Souveränität lassen sich damit in einem Ausmaß erreichen, das mit US-Konzernen meist nicht möglich ist.

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