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Wussten Sie schon: Amazon-Wunschlisten geben Ihre Adressen preis

Seit dem 25. Februar 2026 erhalten Drittanbieter auf Amazon automatisch die Lieferadresse des Käufers – eine Opt-out-Option gibt es nicht.

Bereits seit Ende Februar warnt Amazon seine Kunden: Wer öffentliche Wunschlisten nutzt und dabei Bestellungen über Drittanbieter einbindet, sollte besser ein Postfach oder die Adresse des Arbeitsplatzes angeben – keine Wohnadresse.

Alle Amazon-Kunden, die Geschenke via öffentliche Wunschlisten bekommen wollen, müssen sich, so Amazon, im Klaren sein: Ihre Lieferadresse wird seitdem automatisch an die Anbieter weitergegeben, damit diese die Bestellung ausführen können. Der Grund dafür sind geänderte Modalitäten bei Drittanbietern, die Amazon nach eigenen Angaben zu dieser Umstellung gezwungen haben.

Vor allem Sexarbeiter, Influencer und andere Menschen im Rampenlicht der Öffentlichkeit seien da gefährdet. Umso schlimmer ist, dass gerade diese Personengruppen häufiger von ihren Fans solche Geschenke erhalten, nicht selten auch als Entlohnung von Kunden. Ihre Wohnadresse halten sie meist geheim – sie braucht besonderen Schutz, um Stalkern und anderen Kriminellen keine Ansatzpunkte, etwa für unerwartete Besuche oder Doxxing, zu bieten.

Die Option, die Weitergabe der Lieferadresse zu unterbinden, existiert noch – sie ist nur ausgegraut. Der Kunde darf zuschauen, entscheiden darf er nicht mehr. Auch die Computerbild hat diese Geschichte aufgegriffen.

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