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Open-Source-Subskriptionen: Mehr drin als mancher denkt

Große Unternehmen wie Microsoft, VMware und IBM setzen für den Vertrieb ihrer Produkte vermehrt auf ein Subskriptionsmodell. Anders als bei Kaufsoftware erwerben Kunden hier nur das Nutzungsrecht für Software und/oder Dienstleistungen über einen vorher festgelegten Zeitraum. Im Grunde ist Subskription nur ein anderes Wort für Abonnement. Anbieter von Open-Source-Anwendungen setzen schon länger auf Subskriptionsmodelle. Diese umfassen vor allem Dienstleistungen und nicht das Nutzungsrecht für die Programme. Ein populärer Anbieter eines solchen Modells in der Open-Source-Welt ist die Firma mit dem roten Hut im Logo: Red Hat. Die Services umfassen typischerweise regelmäßige Updates, umfangreiche Dokumentationen, Webinare, Schulungen und weiteres sowie garantierten Support.

Red-Hat-Subskriptionen

Red Hat bietet Subskriptionen für ihre gesamte Produktpalette, angefangen bei dem gleichnamigen Betriebssystem Red Hat Enterprise Linux (RHEL) über Middleware-Produkte wie den JBoss Webserver bis hin zur Automatisierungsengine Ansible und den Cloud-Lösungen OpenStack und OpenShift.

Auch wenn aktuell die Nachfrage nach Subskriptionen für die Automatisierungsengine Ansible oder die Cloud-Lösung OpenShift steigt, ist RHEL nach wie vor die am häufigsten von Unternehmen eingesetzte Red-Hat-Subskription. Das Enterprise-Linux-Betriebssystem wird gerne aufgrund des langen Wartungszyklus von zehn Jahren, der Stabilität sowie den über 1000 für RHEL zertifizierten Anwendungen genutzt. Zur Subskription gehören kontinuierlich bereitgestellte Patches, Bugfixes, Updates und Upgrades sowie technischer Support wahlweise bis zu 24×7 mit unbegrenzter Inanspruchnahme.

Durch die Red-Hat-Subskription erhält der Kunde den Zugang zu einem Partnernetzwerk, sowie den Zugriff auf Ressourcen wie die Red Hat Knowledge Base, eine umfangreiche Wissensdatenbank, Dokumentationen, das Red Hat Customer Portal, Red Hat Insights und bei Bedarf Red Hat Consulting, das nach Tagessätzen abgerechnet wird. Eines der Highlights ist der nicht so bekannte Cloud-Dienst Red Hat Insights. Dieses Überwachungs- und Analysetool hilft, Probleme zu identifizieren, bevor sie auftreten: Es findet zum Beispiel Sicherheitslücken und Leistungsengpässe der sich im Einsatz befindlichen RHEL-Server und schlägt entsprechende Patches vor. Eine proaktive Wartung wird dadurch möglich.

Kosten- und Berechnungsbasis

Red-Hat-Subskriptionen werden je nach Produktsparte (Betriebssysteme, Automatisierung, Middleware, Storage und Cloud) auf Basis von Sockets, Cores/vCPUs, Managed Nodes oder dem Datenvolumen berechnet. So kompliziert ist es aber nicht, wie es sich vielleicht im ersten Moment anhört.

RHEL-Abonnements werden basierend auf der Anzahl der Sockets (Prozessorsteckplätze) einer Maschine berechnet. Eine Subskription deckt eine physische Maschine mit ein bis zwei Sockets oder zwei virtuelle Maschinen auf dieser physischen Maschine ab. Zusätzlich zu den Sockets muss nur noch entschieden werden, welcher Support (ohne, Standard, Premium) erforderlich ist. Zu beachten ist, dass beim Betrieb von virtuellen RHEL-Servern mindestens der Standard-Support benötigt wird und dass die Anzahl der physischen CPUs ausschlaggebend ist.

Angenommen, ein Kunde möchte SAP auf zwei virtuellen RHEL-9-Server betreiben, die auf einem CoreBiz Cluster laufen. In diesem Fall benötigt der Kunde lediglich eine RHEL-Standard-Subskription, wenn die Cluster-Server je über maximal zwei Sockets verfügen. Interessant wird es dann noch, wenn mehr als sieben VMs auf einem Virtualisierungshost laufen: Dann lohnt sich der Einsatz einer Datacenter-Subskription, die für unbegrenzt viele VMs gilt.

Wie sehr sich die Datacenter-Variante lohnen kann, zeigen Projekte einer Schwesterfirma der IT Works AG: Die Linux Systems Consulting AG konnte im Jahr 2023 durch einen Umstieg von einzelnen RHEL-Standard-Subskriptionen bei mehreren Kunden bis zu 40 % Kosten senken. Bei einem Kunden konnten summierte sich die Einsparung auf 16.000 €, bei gleichzeitiger verbesserter Flexibilität beim Deployment neuer RHEL-Server.

Verlängern vergessen

Eine wichtige Frage betrifft die Konsequenzen, wenn Subskriptionen nicht verlängert werden: Nach dem Ablaufdatum haben Red-Hat-Systeme keinen Zugang mehr zu wichtigen Updates, einschließlich Sicherheitspatches und Fehlerkorrekturen. Außerdem entfällt der technische Support des Anbieters sowie der Zugang zu zusätzlichen Ressourcen wie Wissensdatenbanken und Experten-Communities. Trotzdem läuft das System weiter: auch wer eine Verlängerung vergisst, kann ungehindert weiterarbeiten. Je nach den Anforderungen des Unternehmens und den genutzten Anwendungen können jedoch zeitnah Compliance-Risiken entstehen. Daher ist es von großer Bedeutung, die Verlängerung von Subskriptionen sorgfältig zu planen. Dabei helfen das Red Hat Customer Portal sowie der jeweilige Vertriebspartner, etwa die Linux Systems Consultig AG. Hier erhalten Sie auch eine Beratung, welche Subskriptionen für den individuellen Einsatzzweck am besten geeignet sind, sowie technische Consulting-Leistungen.

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