Es gibt Neues von der Dauerbaustelle der Deutschen Bahn. Nein, damit meinen wir nicht die Tagesschau-Meldung zur „Stockende[n] Sanierung, neue[n] Vollsperrungen“ oder dass zwischen Berlin und Hamburg Krankenhäuser angesichts der Streckensperrung selbst zu Transportunternehmen werden. Vielmehr geht es in unserem Netzfund diesen Monat darum, dass offensichtlich Manager der Deutschen Bahn erkannt haben, dass die klassische Wissenschaft und Physik nicht mehr ausreichen, um die Komplexität des heimischen Schienenverkehrs zu durchdringen. Einer Pressemitteilung der beteiligten Dienstleister zufolge (darunter auch das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR) soll das Projekt „QCMobility – Schienenverkehr“ Quantencomputing einsetzen, um „weniger Verspätungen, bessere Trassenplanung und Fahrpläne“ zu erreichen.
Das klingt doch gut – man darf gespannt sein. Passend zur Bahn erinnern wir uns da an das legendäre Zitat eines der Gründer der Quantentheorie. Der dänische Wissenschaftler Niels Bohr brachte es auf den Punkt: „Wer über die Quantentheorie nicht entsetzt ist, kann sie unmöglich verstanden haben.“ Wir werden die Bahn weiter beobachten, in der Hoffnung, dass selbiges das Ergebnis nicht beeinträchtigt …