Liebe Leserinnen und Leser,
das neue Jahr beginnt mit demselben Streit, mit dem das letzte Jahr endete: der völlig aus der Zeit gefallenen Vorstellung von digitaler Souveränität in Bayerns Regierung. Bestens zum Fremdschämen eignete sich gestern (28.01.2026) die Aussprache im Bayerischen Landtag. Da möchte Finanzminister Albert Füracker offenbar die Flucht nach vorn antreten und argumentiert, der Bayern-Vertrag mit Microsoft über eine Milliarde Euro in den nächsten fünf Jahren sei ja gar kein neuer Vertrag. Er sollte ja nur die bestehenden Lizenzen konsolidieren und gebündelt einen besseren Deal mit Microsoft erlangen. Dummerweise belässt er es nicht dabei und zieht dutzendweise überholte Argumente aus der Mottenkiste, dass man Realitäten akzeptieren müsse und die Behörden-Daten ohnehin digital souverän wären, weil sie in eigenen Rechenzentren liegen. Abhängigkeiten bei den Applikationen, Abläufen und Betriebssystemen ignoriert er lautstark und beleidigt die Antragsteller von der Opposition. Er ist sich nicht mal zu schade, auf Kriegsgebiete zu verweisen (offenbar meint er die Ukraine), die ihre Daten auf internationale Clouds auslagern, um sie vor dem Feind zu schützen. Wer so ignorant und kenntnisarm argumentiert, ist aus meiner Sicht völlig fehl am Platz.
Die Artikel der aktuellen Ausgabe im Überblick:
- In eigener Sache: Neue Niederlassung in Regensburg
- Bayern: Koalitionskrach aufgrund unseres offenen Briefes
- Netzfund: Samtime, Apple und Microsoft
- EU veröffentlicht Verordnung zum Cybersecurity Act 2
- Der Witz zum Schluss
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen unseres Firmenbriefes und hoffen, dass Sie darin interessante Neuigkeiten finden.
Die KMU-Firmenbrief-Redaktion
In eigener Sache: Neue Niederlassung in Regensburg
Gute Nachrichten für Unternehmen in der Oberpfalz: Die IT Works AG eröffnet eine neue Niederlassung in Regensburg. Damit möchten wir näher bei unseren Kunden sein und kleine wie mittelständische Unternehmen in der Region noch schneller und persönlicher unterstützen… mehr erfahren
Bayern: Koalitionskrach aufgrund unseres offenen Briefes
Auch wenn es oft nicht so scheint: Politisches Engagement kann sich lohnen, selbst wenn es zunächst vermeintlich klein anfängt. Als im Herbst 2025 Geschäftspartner der IT-Works auf uns zukamen und fragten, ob wir an einem offenen Brief mitwirken würden, der die Entscheidung Bayerns kritisiert, Milliarden Steuer-Euro in die Verlängerung eines Rahmenvertrages zu investieren, musste unser CEO Rudolf Strobl nicht lange überlegen… mehr erfahren
Netzfund: Samtime, Apple und Microsoft
Diesen Monat möchten wir Ihnen einen YouTube-Kanal als Netzfund präsentieren, der vor allem in den letzten Tagen mit diversen unterhaltsamen Beiträgen auf sich aufmerksam machte. Der Australier Sam Tucker von Samtime nimmt in seinem Kanal vorzugsweise Konzerne wie Apple und Microsoft auf die Schippe… mehr erfahren
EU veröffentlicht Verordnung zum Cybersecurity Act 2
In der überarbeiteten Version des Cybersecurity Acts, einem der ersten neuen Gesetzesvorschläge dieses Jahres, will die EU die Rolle der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) stärken und einen einheitlichen Zertifizierungsrahmen für IKT-Produkte, -Dienstleistungen und -Prozesse schaffen. Über die ENISA sollen die Koordination und gegenseitige Unterstützung zwischen den Mitgliedstaaten verbessert werden… mehr erfahren
Der Witz zum Schluss
Zu guter Letzt hoffen wir, dass Ihnen unser hochmoderner Witz des Monats gefällt: Er erklärt fundiert, warum agentenbasierte KI-Systeme so viel effizienter arbeiten als jeder Angestellte.
Bis zum nächsten Mal,
Ihr Redaktionsteam